noch 3 Wochen…

…dann geht es in den Schwarzwald zur 2. Reha…sofern ich durch die noch auszufüllenden Formulare steige…Hier ne Bescheinigung, da was schnell zurückschicken, hier mal schnell ne Info zur Rehaklinik faxen, da mal eben ein Formular ausfüllen…??? Anruf bei der Rentenversicherung folgt…

Aber abgesehen davon: Ich glaube, es ist auch genau der richtige Zeitpunkt um mich mal wieder nur um mich zu kümmern. So gut ich auch klarkomme, merke ich doch immer wieder zwischendurch, dass alles anders ist als vorher…egal ob nun besser oder schlechter.
Zu „schlechter“ gehören Dinge wie Konzentration oder Leistungsfähigkeit.
Zu „besser“ gehören Dinge wie Lebenseinstellung (Der Satz „Man lebt nur einmal“ hat plötzlich eine ganz andere Bedeutung für mich) und Gelassenheit.
Es hat sich was verändert. Und obwohl ich versuche, dieses kleine mistige Schalentier einfach als einen Abschnitt meines Lebens zu betrachten, holt es mich doch immer mal wieder ein (da hilft irgendwie auch kein „schnelles“ Laufen.. 😉 ).

Es ist jedesmal ein merkwürdiges Gefühl, wenn ich an der Strahlenpraxis vorbeifahre, wenn ich Herzkissen in „meinem“ Krankenhaus abliefere und dabei an dem Chemozimmer vorbeigehe oder auch einfach nur Abends meine Antihormone nehme.

Und ich glaube, meine paar „lächerlichen“ Nebenwirkungen, die ich sonst geflissentlich ignoriere haben sich abgesprochen und wollen bemerkt werden.
Ich kann mich wirklich nicht beklagen, wenn ich so höre und lese was andere Mädels an Nebenwirkungen mit sich herumschleppen, aber so ein kleines bißchen muss ich doch mal motzen. Nach´m Sport sind meine Fingerkuppen und Zehen für ein paar Stunden taub, meine Schlafstörungen sind nicht besser geworden und diese Knochenschwere bzw. teilweise Knochenschmerzen sind echt nervig.
Normalerweise habe ich sie nur Abends. Ich merke es vor allem in den Armen und Beinen. Wenn ich faul auf der Couch liege (seitliche Fläzposition), die Beine also aufeinander, fühlt es sich so an als wenn das obere Knie durch das untere in den Boden gepresst wird. Bei den Armen merke ich es vor allem am seitlichen Oberarm. Da fühlt es sich so an als wenn sich jemand mit bloßer Hand durch die Haut gräbt, den Oberarmknochen umfässt und herausreissen will….da das schon jeder von uns erlebt hat, wisst ihr wovon ich rede 😉 Vorgestern habe ich meine Antihormone erst spät in der Nacht genommen (fast vergessen) und hatte die Knochenschmerzen dann im Büro…nicht witzig…ich hoffe, das war ein Einzelfall. Es reicht, wenn ich es Abends habe.

Hinzu kommt nun noch eine Erkältung die mich kein Sport machen lässt 😦
Ich glaube, dass ist der eigentliche Grund für meine „Jammerstimmung“ gerade…
und vielleicht auch die wöchentlichen Ergebnisse auf der Waage…nein, ich kann noch immer nicht sagen, dass es an den Antihormonen liegt, denn dafür führe ich mir schlichtweg zuviele kcal zu als ich abtrainiere…

Werde aber vernünftig sein, keinen Sport machen, viel Essen, mich wöchentlich auf der Waage ärgern und hoffen, dass ich pünktlich zur Reha topfit sein werde um meine „Ach-Scheiß-Drauf-Fressanfälle“ wieder abzutrainieren.

Ab nächster Woche startet dann auch mal wieder mein Nachsorge=Vorsorge-Ärztemarathon…ich freu mich…

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…Muahahaha…

…ich freu mich kaputt!
Warum?…Darum:
Foto 25.01.15 19 22 06

5km in unter 30 Minuten…genau das wollte ich heute früh schaffen und habe es geschafft!
Es war nicht einfach und es wäre auch nicht ein Meter mehr gegangen, aber ich bin megastolz auf mich. Noch vor einem Jahr war ich kurz vor meiner letzten Chemo und konnte nicht einmal daran denken 100m am Stück zu laufen. Und nun sind es schon wieder 5km…und das in einer akzeptablen Zeit 🙂

Ich vergesse natürlich nicht die Warnung vom Doc und achte extrem auf die Signale meines Körpers und gönne meinen Muskeln auch Ruhetage (ich weiß, voll verrückt 😉 ). Aktuell trainiere ich an 3 Tagen die Woche und werde das Pensum nun langsam wieder steigern. Eine Mischung aus Kraft und Ausdauer.

Apropos Kraft und Ausdauer. Ich konnte die Rehaklinik noch wechseln und darf nun am 5.3. in die Winkelwaldklinik im Schwarzwald fahren. Und da freue ich mich extremst drauf. Anfang März dürfte da hoffentlich viel Schnee liegen und ich möchte körperlich so fit werden, dass ich dort ein wenig Berglauftraining machen kann. In 5 1/2 Wochen ist es also schon soweit….ich bin gespannt…und hatte Glück, denn soweit ich gehört habe, wird die Winkelwaldklinik für Patientinnen von „so weit her“ nicht unbedingt vom Rentenversicherungsträger genehmigt.

Ich werde berichten 🙂

 

 

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2014…fast vorbei…

Da sind es nur noch ein paar Tage und das Jahr 2014 liegt hinter uns.
Ich kann es kaum fassen, dass ich mir vor haargenau einem Jahr silberne Sterne auf meine Chemobedingte Glatze ge“klebt“ habe…das fühlt sich sooo weit weg an…klar, wenn man genervt alle 4 Wochen zum Frisör rennt, weil die Haare wie Unkraut wachsen 😉

Seit dem letzten Beitrag gibt es nicht allzuviel Neues.
Außer, dass ich ein paar klare Worte von meinem Orthopäden bekommen habe.
Ich bin Anfang Dezember zum Doc, weil mir mein linker Oberschenkel (ich sag ja, links ist meine schlechte Körperhälfte) nach den vorangegangenen Laufeinheiten weh tat und auch nicht wirklich besser wurde. Als er mich dann beiläufig fragte, ob sich an meinem Sportverhalten etwas verändert hat, ich dann beiläufig erwähnte, dass ich nach den ganzen Krebsbehandlungen nun mein Pensum gerade erhöhe…da ist ihm doch mal kurz alles aus dem Gesicht gefallen. Ich habe eine kleine „Predigt“ darüber erhalten, wie angegriffen meine Muskeln, Nerven und Sehnen noch von der Chemo sind und es dadurch sehr schnell zu Überbelastungen kommen kann…hab ich wohl gemerkt… und ich sollte doch lieber statt Laufen und Boxen (was ansich eine hervorragende Kombi ist) momentan eher Dinge machen wie Rad fahren …ich habe bestimmt schonmal erwähnt, dass ich Radfahren hasse??!!…. Er sagte noch, dass ich froh sein kann, jetzt schon wieder soo weit zu sein und dass es bestimmt auch an meinem Ehrgeiz liegt, ABER, oTon: „Frau Gerusch, Sie wollen zu schnell zu viel!“ …mieser Satz 😉
Aber da auch in mir ein Fünkchen Vernunft steckt, laufe ich jetzt nur noch einmal die Woche eine kleinere Runde und gehe momentan auch nur einmal die Woche zum Boxen.
Ansonsten Ergometer vor der Glotze…irgendwie muss ich die kcal vom Schokikonsum ja wieder abtrainieren…zumindest teilweise… 😉

Ein Weihnachtsgeschenk gab es eben auch schon:
Meine 2. Reha ist bewilligt! Leider wurde meine Wunschklinik nicht berücksichtigt, aber das versuche ich noch zu ändern. Wäre schön, wenn ich ein wenig Bergluft schnuppern könnte. Ich musste übrigens doch noch was nachreichen zum Antrag. Es ist notwendig, dass der behandelnde Arzt einen ärztlichen Befundbericht ausfüllt (Formular G1443).
Diesen dann unbedingt mitschicken, da sonst der Antrag nicht bearbeitet werden kann.
Den habe ich also eingescannt per eMail am 17.12. hinterhergeschickt und heute kam die Bewillligung. Ging also echt schnell!

Ansonsten bleibt mir an dieser Stelle nur, Euch schöne Feiertage zu wünschen!
Anhang 5

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Sauna & Massagen…

…um was man sich nicht alles Gedanken machen muss…

Wellness…Saunagänge…Massagen…klingt doch total entspannend. Mache ich auch total gerne…wenn ich mal dazu komme 😉

Und nun habe ich gestern gehört, dass Krebspatienten 5 Jahre lang auf Sauna und Massagen verzichten sollten…??? Warum??? Genau diese Frage habe ich auch gestellt, denn das habe ich bisher noch nicht gehört.

Ich war gestern mit drei Mitstreiterinnen auf nem Weihnachtsmarkt unterwegs.
Wir haben mit dem einen oder anderen Zellgift auf uns angestoßen, uns darüber gefreut, dass es uns gibt und haben uns (natürlich) auch über Nebenwirkungen und Behandlungen unterhalten. Eins der Mädels war ein paar Wochen nach mir in der Reha-Einrichtung auf Föhr und in der Zeit gab es das erste Mal einen Vortrag über das Lymphsystem. Dort wurde z. B. auch auf die sogenannte passive Erwärmung des Körpers durch z. B. Massagen, Sauna, Packungen, heiße Bäder etc. hingewiesen. Abgesehen davon, dass die passive Erwärmung zu Lymphödemen führen kann (sofern einem Lymphknoten entfernt wurden), gibt es wohl auch die Annahme, dass u.U. das Rückfallrisiko und die Entstehung von Metastasen dadurch erhöht werden könnte…hätte, hätte, Fahradkette…

Was mache ich also? Natürlich google ich mich durch die Weltgeschichte und finde dazu (wie fast zu jedem Thema) Meinungen die in sämtliche Richtungen gehen…
Fachkräfte wie z. B. Physiotherapeuten führen Massagen nicht durch, wenn man eine Krebserkrankung hat…kein Scherz… wiederum eins der Mädels hatte im Zuge eines Wellnesswochenendes eine Fussreflexzonen-Massage gebucht, die nicht durchgeführt wurde…auf der anderen Seite hat die Dritte im Bunde massive Probleme mit dem Lymphsystem, sobald es zu passiven Körpererwärmungen kommt…und das bei „nur“ einem entfernten Lymphknoten…bei mir wurden drei entfernt und ihr wisst ja, dass ich ab und an mal dieses merkwürdige Druckgefühl in der Nähe meiner Lymphnarbe habe…

Soll man nun tatsächlich darauf verzichten oder nicht?
…wo fängt man an und wo hört man auf mit dem Verzicht…
Ich denke, es ist wie immer: In Maßen ist es in Ordnung. Egal ob nun der Genuss von tierischen oder zuckerhaltigen Lebensmitteln, von Sojaprodukten, von Alkohol oder eben wie in diesem Fall von Wellnessanwendungen…wer will, kann sich verrückt machen…ich mache es nicht…und hoffe, dass ich Physiotherapeuten finde, die mich trotzdem massieren 😉

Allen einen schönen 1. Advent! … und her mit den Lebkuchen… 🙂

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es geht voran…

…mit den Untersuchungen…
Mitte der Woche hatte ich wieder mein Follow-Up-Gespräch im Krankenhaus inkl. Ultraschall der Brust. Soweit alles im grünen Bereich. Meine Brust ist noch immer etwas geschwollen, da das Gewebe noch recht locker ist. Das soll sich aber mit der Zeit wieder normalisieren…zum Glück… denn ich musste doch glatt schon größere BH´s kaufen…und das geht mal gar nicht…will ich nicht…also hoffe ich, dass es sich in nächster Zeit wieder normalisiert.

Wir haben noch kurz über meine ständigen Begleiter – die Nebenwirkungen – gesprochen.
Nach wie vor habe ich da wirklich Glück, allerdings macht mir auch nach wie vor die Schlaflosigkeit zu schaffen. Der Doc meinte, ich sollte evtl. mal über ein Gespräch mit nem Psychologen nachdenken…dass es evtl. nicht nur am Tamoxifen liegt sondern evtl. auch an den Ängsten, die man mit dieser Krankheit hat…hm…klang für mich zuerst total abwegig…aber selbst ich kann nicht abstreiten, dass die Rückfallangst irgendwie im Hinterkopf ist… ich denke mal drüber nach…bei Gelegenheit 😉

Nächste Woche werde ich mit meiner Krankenkasse bezgl. eines MRT sprechen. Ein Attest diesbzgl. habe ich vorliegen und hoffe, dass die Kosten eines MRT damit von der Kasse übernommen werden. Ich werde berichten.

…mit dem Sport…
Ende Oktober habe ich (wie angekündigt) mit dem Boxen wieder angefangen…Es tat soooo gut!!!! Wenn man irgendwo Dampf ablassen kann, dann beim Boxen :-). Das macht den Kopf frei! Es hat auch alles ganz gut geklappt und ich habe anschließend keine Probleme mit meinem Lymphsystem gehabt. Allerdings hat mir die erste Boxeinheit auch gezeigt, wie schwach mich die Krebsbehandlungen gemacht haben…so hatte ich doch tatsächlich auf dem Rückweg im Auto ein kleines Mini-Tief…so ca. 2,5 Minuten lang… mich überkommen dann plötzlich so einige Gedanken, die mir nochmal vor Augen führen warum ich so „schwach“ bin…warum ich nicht mehr so fit bin wie noch im Frühjahr 2013… und wenn ich auch nur etwas näher am Wasser gebaut wäre, hätte ich einfach los heulen können…bin ich aber nicht und habe ich daher auch nicht…aber ja, es war knapp…und nein, ich weiß nicht warum ich es nicht einfach mal zulasse…vielleicht aus Angst, dass ich dann wirklich in einem Tief stecke…

Ich gehe nun also 1-2 Mal die Woche wieder zum Boxtraining und laufe 1-2 Mal die Woche. Und momentan gehe ich 1x die Woche zu einem Entspannungskurs: Progressive Muskelentspannung. 8 Termine á 75 Minuten. 3 Termine habe ich schon hinter mir und ich muss sagen, dass es mir ganz gut tut. Nun muss ich es nur üben…idealerweise täglich…immerhin habe ich es in der letzten Woche 3 Mal Abends gemacht. Ich hoffe, dass es mir künftig bei meinen Einschlafproblemen hilft.

…mit der Abnahme…
Nach wie vor glaube ich noch nicht so ganz, dass man unter Tamoxifen nur schwer abnehmen kann. Gerade beim Follow-Up-Gespräch war das auch wieder kurz Thema, denn ich habe noch einige kilos vor mir, die ich loswerden möchte und das soll unter Tamoxifen nicht so einfach sein. Die Studienschwester hat mir erzählt, dass es einige Patientinnen gibt, die wie blöde zum Sport rennen und sich auf der Waage nichts tut…das Gewicht, was die „Mitstreiterinnen“ nach der Chemo hatten, bleibt sehr hartnäckig…
Das wollen wir doch mal sehen…in den letzten drei Wochen konnte ich 2,9kg eleminieren und nun bin ich zumindest schon 1kg unter dem Gewicht, was ich nach meiner letzten Chemo auf die Waage geschleppt habe 😉 Idealerweise folgen noch so 5-7 kg 🙂

…mit der 2. Reha…
Diese habe ich nun beantragt und bin gespannt ob mir Steine in Form einer Ablehnung in den Weg gelegt werden oder nicht. Das Ausfüllen ging ganz easy, direkt online, auf der Website der deutschen Rentenversicherung Bund. Danach nur noch einen Unterschriftenzettel ausgedruck, den Selbsteinschätzungsbogen (G115) ausgefüllt und per Post hinterher geschickt. Nach 3 Tagen habe ich schon die Info per Post bekommen, dass der Antrag eingegangen ist und nun bearbeitet wird. Als Wunschklinik habe ich die Winkelwald-Klinik angegeben. Als Hamburger Deern sieht man ja nicht soo oft Berge…würde ich ganz schön finden…vor allem bezgl. möglichem Berglauftraining 😉
Drückt mir die Daumen!

So, dass war es vorerst mit dem Update.
Schönen Sonntag!

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geschafft…

…habe ich so einiges in letzter Zeit…aber nicht alles was man geschafft hat, ist zwangsweise gut…

Willkommen also zurück in/auf? meinem Blog 🙂
Wie versprochen berichte ich natürlich, wenn es etwas zu berichten gibt.

Das wichtigste zuerst.
Heute früh war ich zur Nachsorge-Mammographie. Um halbacht hatte ich den Termin und ich muss sagen, dass ich zwar relativ entspannt zum Termin gefahren bin, aber ich würde lügen wenn ich behaupten würde, dass ich mir nicht einen Funken Gedanken gemacht habe. Eine leise Stimme im Hinterkopf flüstert dann doch mal Sätze wie „Was, wenn ein Rezidiv gefunden wird?“…oder „Rechne lieber mit dem Schlimmsten!“
Dieses Mal waren wieder beide Brüste dran…immer wieder erstaunlich wie platt die Dinger gequetscht werden können…und wie wenig angenehm es ist…aber: GESCHAFFT!
Alles ist gut und mein nächster Nachsorge-Termin im April 2015 steht schon fest…ich hoffe, der kollidiert dann nicht mit meiner 2. Reha, die ich nächsten Monat beantragen werde.

Ich habe noch was geschafft.. nämlich meine guten Vorsätze fast zu vergessen…
Was ich im letzten Beitrag noch als selbstverständlichen Prozess angesehen habe, nämlich das „auf mich achten“ und das „regelmäßige pausieren, wenn es mir zu viel wird“ …
…das kann ich nicht geschrieben haben 😉 Aber im Ernst. Es ist tatsächlich nicht so leicht. Wenn man Timings vorgegeben bekommt, Urlaubsvertretung macht und nebenbei ein mittlerweile 50-Frau-Starkes Herzkissen-Projekt koordiniert kann man gar keine Rücksicht auf sich nehmen…Sport muss natürlich auch noch untergebracht werden…und ne Beziehung wäre da ja auch noch…ach und Haushalt…Nein, ich meckere nicht darüber. Da gibt es noch ganz andere Betroffene, die weitaus mehr zu stemmen haben…glaube ich…ganz bestimmt… 😉
Ich fühle mich aktuell zwar etwas zu sehr „unter Strom gesetzt“, aber zumindest registriere ich es und werde auch was dagegen tun. Meine Vorsätze sind also nicht vergessen, nur etwas aufgeschoben…und übernächste Woche ist erst einmal eine Woche Urlaub/Entspannung angesagt 🙂

Ende des Monats werde ich einen Entspannungskurs machen, wieder mit dem Boxen starten und Yoga machen…und Laufen….klingt total entspannt, oder?… 😉 wird es aber!
Ich brauche einen gewissen Ausgleich zum Job…und zu meinem Ernährungsverhalten…das lässt aktuell ETWAS zu wünschen übrig, aber spätestens nach dem Urlaub lautet mein 2. Vorname wieder „Disziplin“!

Auch zum Frisör habe ich es mal wieder geschafft… alle drei Wochen muss ich zum Frisör, weil meine Haare echt wie Unkraut wachsen. Ich glaube, wenn ich sie länger wachsen lassen würde, hätte ich Locken. Meine Haare sind mittlerweile recht dunkel geworden, obwohl ich ursprünglich den netten Farbton „Straßenköter“ habe (welchen ich in der Vergangenheit regelmäßig durch Färben verdrängt habe). Bisher habe ich also noch nichts an der Farbe gemacht:
Foto 29.09.14 19 32 04

Und mit einer Rundbürste nach hinten gefönt habe ich sie auch nicht (wurde ich schon gefragt).

Aktuell also alles natürlich 🙂

So…und wie vor einigen Beiträgen schon angekündigt habe ich mir Gedanken über ein Tattoo gemacht…und es mir vergangenen Montag stechen lassen! Angenehm ist anders.
Wer noch kein Tattoo hat: Stellt euch „Tausend Stecknadeln“ am Arm vor und das aber 40 Minuten am Stück…zwischenzeitlich hatte ich das Gefühl, dass mir ein Skalpell durch die Haut fährt…aber: GESCHAFFT 🙂 Hier das Werk auf meinem Unteram (zu mir zeigend). Es ist 9cm groß:

tattoo

Jetzt muss es nur noch ein paar Tage verheilen, dann darf ich auch wieder sporten.

Ich bin froh, dass ich es gemacht habe. Es ist nun mein persönliches „Mahnmal“ und erinnert mich jederzeit an meine guten Vorsätze 😉

Ich halte Euch weiterhin auf dem Laufenden!

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ein Phänomen..

Nachdem ich von eingen Menschen auf „fehlende Beiträge“ angesprochen wurde, folgt nun ein kleines Update. Es passiert nicht soo viel Neues, deswegen werden die Beiträge (wie auch schon angekündigt) weniger.

Seit 6 Wochen arbeite ich nun schon wieder Vollzeit und ich muss sagen, dass es recht gut klappt. Ich achte sehr auf evtl. Signale meines Körpers und wenn ich das Gefühl habe, dass eine Pause gut wäre, mache ich Pause. Ich muss mich zwar immer noch jeden Tag selbst daran erinnern, dass ich pünktlich Feierabend mache, aber auch das klappt und sollte dann irgendwann zur Gewohnheit werden 😉

Nach wie vor habe ich Schlafprobleme. Ich hatte gehofft, dass die sich mit dem Sport erledigen, aber dem ist leider nicht so. Erst dauert es ewig bis ich einschlafe, dann schlafe ich maximal 3 Stunden am Stück und wache dann immer wieder auf. Das hält man 4 Nächte lang durch und der Freitag ist dann eher ein „nach-müde-kommt-doof-Tag“.

Das habe ich auch gestern bei meinem „Studien-Follow-Up-Gespräch“ im Krankenhaus platziert und probiere nun Schlaftabletten aus. Die erste habe ich mir gestern Abend genehmigt…und was soll ich sagen…Nachdem meine Augen fast zugefallen sind, habe ich das iPad in die Ecke geschmissen und das Licht ausgemacht…und ich schätze mal, dass ich direkt eingeschlafen bin….und habe heute Morgen um 8:00 Uhr das erste Mal auf die Uhr geguckt…HERRLICH! …hab mich dann aber nochmal umgedreht, habe schließlich seit heute Urlaub 😉

Ich hoffe also, dass sich das Schlafproblem irgendwie in den Griff bekommen lässt (idealerweise natürlich ohne Tabletten). Dann wäre da nur noch mein Lymphsystem im linken Brust/Armbereich. Ich hatte ja schon geschrieben, dass ich ein leichtes „geschwollenes“ Gefühl in der linken Achselgegend habe. Ende Juli hat mein Frauenarzt nichts feststellen können. Beim Follow-Up im Krankenhaus habe ich es auch noch einmal erwähnt und der Doc meinte, dass es gut sein kann, denn durch die OP und die Bestrahlung ist das Lymphsystem beschädigt. Wenn ich den linken Arm also stark belaste und hinterher diese für mich spürbare Schwellung habe, soll ich den Arm hoch halten…eine Stunde lang!…möglichst, ohne ihn zu bewegen!…Das kann ja heiter werden.
Als ich dann kurz erwähnt habe, dass ich Ende Oktober mit dem Boxtraining wieder beginnen will, sind ihm fast die Augen aus dem Kopf gefallen…jeder Schlag mit meinem linken Arm wäre wie ein Trauma und eine extreme Belastung. Wenn ich nach dem Training Schmerzen habe, müsste ich damit aufhören…also ausprobieren und hoffen, dass es klappt. Denn das Boxtraining brauche ich für die Kräftigung meiner verkommenen Hülle und als Ausgleich zum Laufen 😉

Ach ja, die Überschrift hat sich noch nicht erklärt. Bei dem Follow-Up im Krankenhaus werden die Brüste natürlich auch nochmal gecheckt. Stehe also mal wieder oben ohne im Untersuchungszimmer…Doc guckt…und guckt…guckt mich fragend an… ich: „Die linke war´s“…er: „Das ist echt gut geworden!“ Dann: „Sie sind ein Phänomen! Normalerweise wird die bestrahlte Brust kleiner und nicht größer!“ …ja…gesehen habe ich das auch schon…nervt mich auch kaum… habe bisher gehofft, dass es sich um irgendwelche Wund-, Lymph-, Was-auch-immer-Schwellungen handelt..
Um eine Brustvergrößerung habe ich nicht gebeten.

Aber abgesehen von diesen Dingen geht es mir gut und hangel mich von Arzttermin zu Arzttermin. Anfang September ist mal wieder ne Augenkontrollle fällig und im Oktober wieder ne Mammographie. Und dazwischen wird viel Sport betrieben.

Jetzt geht es gleich erstmal Joggen. Ich will das Pensum auf ca. 30km die Woche erhöhen 🙂

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…die Wiedereingliederung…

…habe ich nun auch hinter mich gebracht.
Die 4 Wochen sind um und ab morgen bin ich wieder Vollzeit unterwegs.

Die Zeit verging sauschnell und genauso schnell habe ich mich wieder ans Büro gewöhnt. Mein Hirn kommt mit der Informationsflut wieder ganz gut klar und ich bin guter Dinge, dass ich zur alten Form zurückfinde…nur ein Stück gelassener als früher…mit einem veränderten Blick auf so manche Dinge/Situationen..und daran werde ich auch weiterhin arbeiten.

Wenn sich die Nebenwirkungen weiterhin in Grenzen halten, könnte man fast vergessen, dass es die letzten 11 Monate gegeben hat…aber nur fast…denn die tägliche Einnahme des Antiöstrogens, sowie die regelmäßigen Nachsorgeuntersuchungen sorgen schon dafür, dass man es nicht vergisst. Abgesehen davon würde ich es auch gar nicht vergessen wollen, denn auch wenn es nicht immer leicht war, so hat es mich doch stärker gemacht (trage bald nur noch Shirts mit einem „S“ vorne drauf 😉 ) und mir vor allem gezeigt, dass ich mich auf mein Umfeld zu 100% verlassen kann. Ich habe viele Erfahrungen gemacht, wovon die meisten eher positiver Natur sind. Für mich sind Worte wie „Krebs“, „Chemo“ oder „Bestrahlung“ nicht mehr so „angsteinflößend“ wie vorher und ich glaube, dass so einige Menschen in meinem Umfeld mit der Thematik Krebs ein wenig offener umgehen als vorher. Es ist kein Tabu-Thema und so fragen mich Freunde und Kollegen ganz offen, wenn sie etwas wissen wollen. Das ist super! Jede Betroffene weiß, wie ätzend die mitleidigen Blicke sind und ich persönlich komme viel besser damit klar, wenn man über Krebs genauso locker und offen spricht wie über eine Erkältung.

Ich sehe meine Behandlung nun als abgeschlossen und hoffe, dass ich keinen miesen Beitrag mehr schreiben muss…denn ihr wisst ja: Mich trifft es nicht!

 

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und schon sind es 5 Stunden…

…die ich nun täglich im Büro verweilen darf 🙂

Zuerst habe ich überlegt, die 5 Stunden komplett ohne Pause durchzuziehen, habe mich aber vernünftigerweise dagegen entschieden. Ich arbeite nun also 3 Stunden, dann Mittagspause und hinterher nochmal für 2 Stunden ins Büro.
Ich schaffe also schon etwas mehr am Tag 🙂
Aber ich lerne auch mit jedem Tag mich selbst nicht unter Druck zu setzen und zu akzeptieren, dass ich nur das schaffe was ich schaffe (was für eine Erkenntnis;-) ).

Bisher habe ich nicht das Gefühl, dass ich die Wiedereingliederung verlängern muss.
Ich muss zugeben, dass ich Nachmittags ein wenig Erschöpft bin, wenn ich zu Hause bin, aber daran wird auch der Schlafmangel und nicht nur die Arbeit Schuld sein.
Ich beobachte mein Schlafverhalten noch einige Zeit und ggf. werde ich mir Einschlafhilfen vom Doc besorgen…also spätestens wenn ich während der Arbeitszeit mit dem Kopf auf den Schreibtisch knalle und schlafe 😉
Meine leichte „Lymphschwellung“ ist noch immer nicht weg. Ich merke die mal etwas mehr, mal etwas weniger, aber schlimmer wird es bisher nicht…komisch…muss weiterhin beobachtet werden.

Übrigens bin ich ein wenig Stolz auf mich! Warum? Weil ich am Samstag beim Women´s Run hier in Hamburg teilgenommen habe und meine mir vorgenommene Zeit von 35 Minuten (für 5km) unterschritten habe! Das freut mich total. So langsam „läuft“ es wieder in Sachen Geschwindigkeit. Es wird zwar noch etwas dauern, bis ich an meine vorherigen Zeiten anknüpfen kann, aber es wird 🙂

Jetzt „Nur“ noch ein paar Kilo abnehmen und dann bin ich ganz zufrieden.
Gerade gestern habe ich wieder von Tamoxifen-Zunahme-Horrorgeschichten gehört.
Ich weiß, dass Abnehmen unter Tam nicht ganz so leicht sein soll, aber dass man davon innerhalb kürzester Zeit 15-20kg zunimmt…glaube ich nicht…ich behaupte mal ganz frech, dass dann keine Disziplin an den Tag gelegt wurde.

Ich revidiere gern meine Meinung, wenn es anders sein sollte…aber dass muss erstmal bewiesen werden…und dann bin hoffentlich nicht ich der Beweis 😉

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Nebenwirkungsgedöns

Soo viel Neues passiert ja nun nicht mehr, daher werden die Beiträge natürlich auch weniger. Da ich momentan allerdings mit einigen Nebenwirkungen zu tun habe, kommen doch bestimmt zwei Zeilen für einen kleinen Bericht zusammen.

Also.
Seit ca. 4 Tagen habe ich eine ganz leichte Schwellung in der Nähe der „Lymphnarbe“.
Die sieht man kaum, aber ich spüre sie, wenn ich den Arm an den Körper lege. Es ist ein unangenehm drückendes Gefühl. Ich renne ja sonst nicht wegen jeder „Kleinigkeit“ zum Arzt, aber bevor es ein ausgewachsenen Lymphödem wird, war ich brav bei meinem Gyn, damit er auch einen Blick drauf wirft. Wir haben uns darauf geeinigt, dass ich es weiter beobachte und mich wieder vorstelle, wenn es nach einer Woche nicht weg bzw. schlimmer wird. Warten wir also mal ab. Ich soll den Arm auf jeden Fall versuchen zu entlasten…super, wenn man eigentlich wieder ins Krafttraining einsteigen will…

Hinzu kommen einige Nebenwirkungen, die man wohl dem Tamoxifen zuschreiben kann.
Meine Schlafstörungen sind aktuell kaum zu toppen. Vor 2 Uhr Morgens brauche ich gar nicht ins Bett zu gehen und wenn ich dann mal eingeschlafen bin, wache ich spätestens nach 2 Stunden das erste Mal wieder auf. Wenn ich dann um kurz nach sieben aufstehe, bin ich etwas zerschlagen, aber das gibt sich sobald ich „wach“ bin.
Ich hatte gehofft, dass es besser wird…hoffe ich halt weiter…

Dann habe ich ab und an leichte Schwindelanfälle. Kennt jeder, wenn man mal zu schnell aufsteht und der Kreislauf nicht ganz hinterher kommt. Dieses Schwindelgefühl habe ich einfach mal zwischendurch…auch ohne dass ich aufstehe…wird auch weiter beobachtet…

Die Hitzewallungen halten sich fast in Grenzen, aber ich schwitze total. Habe schon immer ein Wechselshirt in meiner Handtasche. Das finde ich am nervigsten. Da duscht man morgens und benutzt natürlich auch Deo und nach ca. 3 Stunden kann das Shirt gewechselt werden…BÄH

Mehr zu meckern habe ich momentan nicht. Zum Glück habe ich keine größeren Gliederschmerzen, wie es so oft berichtet wird.

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