Ankunft auf Föhr

Gestern Abend habe ich die restlichen Dinge in eine Reisetasche gequetscht und heute Morgen ging es dann los.

Nachdem Mao mich zum Bahnhof gefahren hat, wir uns währenddessen gefragt haben, wie wir drei Wochen voneinander getrennt schaffen sollen (sind wir nicht süß?), saß ich auch schon im Zug und Zack war ich auf Föhr.

Die Anreise verlief planmäßig, am Fähranleger Wyk wurde ich (und noch 7 weitere „Gäste“) abgeholt und in die Klinik gefahren. Gegen 14:00 Uhr war ich auf meinem Zimmer und ich muss sagen, dass ich positiv überrascht bin. Zweckmäßig aber nett eingerichtet.

Ich war kaum eine halbe Stunde auf dem Zimmer, als mein Telefon klingelte…hä?…was habe ich denn jetzt schon verpasst?…Der Empfang…ich solle doch bitte kurz runterkommen, denn es wurde etwas für mich abgegeben…hä?…hab ich was verloren? Nein! Ich habe einfach nur den coolsten Typen ever, der mir mal eben einen Blumenstrauß hat überreichen lassen 😄😘

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*schmatz*

 

 

Um 16:00 Uhr hatte ich dann das Aufnahmegespräch mit einer supernetten Ärztin, wir sind meinen Krankheitsfall komplett durchgegangen, ich wurde komplett gecheckt und wir haben die Behandlungen festgelegt…Hallöchen Trainingslager! 😄

Allerdings gehen die. Vorstellungen bezgl. meines Gewichts in unterschiedliche Richtungen. Ich möchte hier ein paar Kilo abspecken und die Ärztin sagt doch glatt, dass ich die offizielle Eis- und Kuchenverkösterin bin und ihr doch bitte am Ende der Reha sagen soll, wo der Kuchen am Besten schmeckt…ja nee is klar…das wird wohl nicht passieren…außer ich jogge mich durch Föhr 😉

Ich freue mich auf meinen Therapieplan. Wird auch recht übersichtlich…ich hoffe ich bekomme es zusammen (denn den Plan bekomme ich am Freitag):

  • Autogenes Training
  • Stress-seminar
  • Aquajoggen
  • Bogenschießen
  • freies Training in der Schwimmhalle
  • freies Training in der Muckibude
  • Saunanutzung

Zusätzlich dazu gibt es ein Freizeitangebot, welches man nutzen kann wenn man will…JA ICH WILL 😉

Da gibt es z.B. Step-Aerobic, Yoga, Badminton, QiGong und diverse andere Kurse. Und auch für Kreative gibt es Angebote wie freies Singen, Ringelpietz ohne Anfassen oder auch rhythmisches Trommeln… ich bleibe wohl eher unkreativ 😉

Bevor ich zum Abendbrot gegangen bin musste ich erstmal ans Wasser…

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Noch Fragen? 🙂

Beim Abendbrot musste ich einmalig angeben, welche Kost ich zum Mittagessen möchte. Ich habe mich ganz brav für vegetarisch eingetragen. Und wenn mal was SAUleckeres auf dem Plan steht, kann man einen Tag vorher Bescheid sagen. Sich hier vegan zu ernähren wird eine Herausforderung, aber ich versuche es, soweit es geht…aber wenn halt keine Sojamilch da ist, muss halt ne normale Latte her 😉 oder ich steige auf Tee um…mal sehen.

Nach dem Abendbrot war ich mit zwei der heute angereisten Patienten schön Spazieren.

Morgen passiert hier Feiertagsbedingt nicht wirklich was und es gibt ein durchgehendes Frühstücks- und Mittagsbuffett…ganz schlecht…der Schweinehund steht schon in den Startlöchern.

Gegen Mittag werde ich die Halleneinführung machen, denn ohne darf man nicht Badminton.

Aber morgen früh ist erstmal Joggen angesagt!

Mein persönliches „Biggest Loser“ startet jetzt 🙂

 

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Koffer packen!

Mittwoch ist es schon soweit!

Und damit ich mich nicht mit meinem Koffer abschleppen muss, wird er morgen schon per Post vorgeschickt…ich hoffe er kommt nicht nach mir an…also werde ich vorsichtshalber eine der gemütlichen Hosen und einen der Badeanzüge in die Tasche packen, die ich direkt am Mittwoch mitnehme.

Ich habe zum ersten Mal auf meinem Koffer gesessen! Den hätte ich sonst im Leben nicht zumachen können. Packt mal für die Dauer von 3 Wochen Nordseetaugliche Schwimm-, Sport-, Lauf-, Wellness- und Normaloklamotten ein…Mein Schrank ist halb leer und entsprechend voll der Koffer…

Da es aber Waschmaschinen und Trockner vor Ort gibt, sollte es reichen 😉
Und immerhin: Ich nehme nur 6 Paar Schuhe mit…inkl. 2 Paar Laufschuhe, Badelatschen, Schlappen und den Sneakers die ich anhaben werde…
DAS, LIEBE MÄDELS, MACHT MIR MAL NACH 😉

Drückt mir die Daumen, dass es die drei Wochen über trocken ist…denn Regenklamotten gibt mein Kleiderschrank nicht wirklich her…braucht man in Hamburg ja auch nicht! 🙂

Zum Glück muss ich Dank meinem Kindle keinen extra Koffer voller Bücher mitnehmen!
Dafür aber einen extra Koffer für Ladegeräte…ob die Fernseher dort HDMI-Anschlüsse haben?…hm… dann müsste ich ja noch meine Playstation abbauen… 😉

nein…scherz…nehme ich natürlich nicht mit. Ich werde hoffentlich Abends totmüde ins Bett fallen und SCHLAFEN, das wäre mal nicht schlecht, denn viel Schlaf hatte ich in letzter Zeit wenig. Schauen wir mal.

Ich muss mir noch eine „Kur- und Reisefähigkeitsbescheinigung“ vom Hausarzt besorgen…was man nicht alles benötigt… und da mein Hausarzt mich zuletzt irgendwann 2012 gesehen hat, werde ich am Montag mal kurz vorsprechen.

Ich melde mich also mit dem nächsten Beitrag von der Insel…sofern ich da Netz habe…was ich stark hoffen will, denn Mao und ich müssen uns schließlich via Facetime anrufen!
Drei Wochen waren wir bisher noch nie getrennt…maximal 3 Tage am Stück…und das innerhalb der letzten (fast) 12 Jahre…

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fast 37 Wochen…

…sind schon seit meiner Brustkrebs-Diagnose vergangen….und 35 Wochen bin ich nun schon krankgeschrieben…reicht langsam 😉

Meine Fahrkarten für die AHB sind gebucht und Ende nächster Woche kann ich dann die Koffer packen. Ich hoffe auf viel „Programm“ wie autogenes Training für (gegen?) Stressbewältigung, auf Tipps zu meinen Schlafstörungen bzw. Schlaflosigkeit (mal so mal so), auf gutes Wetter und gutes Essen.

Vielleicht lerne ich ja auch nochmal, was „Entspannung“ heißt….jeden Morgen mit aufeinandergepresste Kiefer und gerunzelter Stirn aufzuwachen kann nicht entspannend sein…(und nein, mit gerunzelter Stirn meine ich nicht meine Falten!)

Und dann hoffe ich natürlich, dass der Wiedereingliederungsplan relativ schnell besprochen werden kann, da ich Mitte Juni wieder starten will. Ich hab keine Ahnung, ob sich das wegen irgendwelchen bürokratischen Angelegenheiten wieder verzögern kann…hoffentlich nicht.

News gibt es soweit (zum Glück) nicht. Alles ist im grünen Bereich, wenn man mal von den mittlerweile üblichen Schlafstörungen und Hitzewallungen absieht. Ich hoffe es bleibt dabei, denn man liest so einiges über die Nebenwirkungen von Tamoxifen und auf die kann ich gut und gerne verzichten!

Zur Abwechslung fahre ich heute mal ins Krankenhaus um Mao zu besuchen und nicht um mich untersuchen zu lassen. Leistenbruch. Gibt es Leistenbrüche eigentlich nur bei Männern? Ich meine, ich habe noch nie von einem Leistenbruch bei einer Frau gehört..muss ja auch nicht sein.

Ach ja: Ich habe übrigens noch immer nicht meinen Schwerbehindertenausweis bekommen. Vor bestimmt 5-6 Wochen habe ich ein Foto hingeschickt und vor einigen Tagen angerufen. Angeblich wurde er auch erstellt, kam hier aber nie an…also nochmal ein Foto hinschicken…

apropos Foto… wieso muss ich ein Jahr lang warten, bis ich Haare färben darf?! Das muss ich nochmal klären 😉

15.04.14

15.04.14

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Die Kraft kehrt zurück!

Und das ist ein sooo gutes Gefühl!

Mein Training absolviere ich mit Pulsuhr, damit ich die Fortschritte entsprechend sehen kann und das motiviert! Es ist total cool zu sehen, dass sich mein durchschnittlicher Puls bei gleicher Belastung schon verbessert hat.

Auch wenn das „sich-aufraffen“ nicht immer leicht ist…ich habe zwischenzeitlich das Gefühl, dass die „Chemo-Schwäche“ noch immer vorhanden ist. Ich würde aber nicht soweit gehen zu sagen, dass ich unter dem Fatigue-Syndrom (auch Erschöpfungs-Syndrom genannt) leide, welches viele Krebspatienten auch nach der Chemo noch für längere Zeit haben. Wahrscheinlich hat sich mein Körper einfach nur an die waagerechte Position auf der Couch gewöhnt 😉

Ich muss mich momentan also noch selbst überlisten…habe mir einen Trainingsplan ausgedruckt und sehe die eingetragenen Termine als „Verabredung“. Dadurch fühle ich mich gezwungen mich aufzuraffen und das Training zu absolvieren.

Es wird noch eine Zeit dauern bis ich wieder meinen vorigen Fitness-Stand habe, aber ich bin auf dem Weg 🙂

Ansonsten gibt es momentan nicht viel zu berichten.

Ich hatte meine erste Nachsorge-Mammographie (natürlich war alles in Ordnung), meine „Strahlenverbrennung“ unterm Arm verheilt und meine Hitzewallungen und Schlaflosigkeit sind nach wie vor vorhanden.

In den nächsten Tagen kümmere ich mich um die Fahrkarten für die AHB 🙂

 

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heiß…kalt…

heiß…kalt…megaheiß…müde…kalt…wach…heiß…kalt…eiskalt…hellwach…heiß…kalt…

so ähnlich spielten sich die letzten zwei Nächte ab…bis morgens um 4:00 Uhr…nicht witzig, wenn man am nächsten Morgen Termine hat. Auch sonst nicht gerade erholsam.

Ich hoffe ja noch immer, dass es irgendwie mit der Bestrahlung zusammenhängt, glaube aber nun doch eher an Nebenwirkungen von Tamoxifen…BUH! Wenn So die Wechseljahre ablaufen…ja sicher, ich kann mich schonmal dran gewöhnen, denn wenn ich die Tabletten in 5 Jahren absetzen kann stehe ich doch eh schon kurz vor den Wechseljahren und dann geht der Rotz direkt wieder los *motz*. OB ICH MÜDE BIN??? KAUM!!! Wäre vorhin beim Yoga in der Entspannungsphase fast eingepennt.

Bisher habe ich die Tabletten eher gegen Abend genommen, seit einigen Tagen aber direkt morgens. Vielleicht sollte ich das mal im Auge behalten, die Einnahme wieder auf Abends umstellen und gucken ob ich dann besser schlafe…bzw. überhaupt schlafe.

Wenn ich bis dato von „Hitzewallungen“ gehört habe, habe ich sie mir nicht so „schlimm“ vorgestellt. Habe halt gedacht, mir wird dann etwas warm und gut ist…nee…ich verbrenne quasi innerlich und möchte mir am liebsten die Klamotten vom Leib reißen und in der nächsten Minute friere ich und wickle mich in die Wolldecke ein.

Das muss irgendwie in den Griff zu bekommen sein! Hoffe ich…
Durch die bei jedem unterschiedliche Wirkung hilft es irgenwie auch nicht wirklich mit anderen Tam-Patientinnen zu sprechen. Die eine hat damit gar keine Probleme, bei der anderen kommen noch Gelenkschmerzen und extreme Müdigkeit hinzu…ja klar, wenn ich nicht schlafen kann bin ich müde…;-) und bei einigen hat es sich nach der Zeit „eingespielt“…aha…

Also probieren wir mal herum, wobei man auch nicht weiß ob der Körper vielleicht ein paar Tage benötigt um mit der Veränderung der Einnahme klar zu kommen. Ich werde nun also vorerst wieder bei der abendlichen Einnahme bleiben (bin ja froh, dass ich überhaupt an die Einnahme denke…ihr wisst ja…ich und die tägliche Tabletteneinnahme)  und gucken ob es wieder besser wird.

Es kann auf jeden Fall nur besser werden…weniger Schlaf geht kaum

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letzte Bestrahlung!

habe ich schon erwähnt, wie die Zeit rennt?
Zack, sind die 6 Wochen Bestrahlung um.

Und zur Feier des Tages durfte ich über eine Stunde im Wartezimmer sitzen 😉
Irgendwie haben die Geräte am Montag keinen Bock und dann dauert es immer etwas länger, bis es losgeht.

Das Abschlussgespräch wurde also kurzfristig vorgezogen, damit ich nicht nach der Bestrahlung noch warten muss. Kurzer Blick auf die Brust und der Doc sagte: „leichte Rötung, die kann noch braun werden. Ansonsten langweilig.“ … ich musste lachen… „Langweilig“ habe ich auch noch nicht gehört, wenn MANN einen Blick auf meine Brust wirft 😉

Ansonsten habe ich nur unter dem linken Arm (quasi in der Achselhöhle) seit einigen Tagen eine Art Verbrennung, die nicht gerade angenehm ist…denn der Arm an sich wird ja doch des öfteren mal bewegt. Die Verbrennung kommt tatsächlich von der Bestrahlung, da dort die Strahlen „drüberschleifen“. Genauso fühlt es sich auch an. Wie eine fiese Scheuerstelle…wie die, die man früher hatte, wenn man beim Sport über den roten Tartanbelag gerutscht ist. Aber dafür gibt es ja Cremes und Salben und ich hoffe, dass es schnell wieder weg ist.

Ich habe also den Behandlungsmarathon hinter mich gebracht.
Nach der AHB im Mai muss ich noch einmal zur Hautkontrolle, aber das ist ja nur ein weiterer Nachsorgetermin, den ich mir in meine frisch gewobene Excel-Tabelle eintragen kann 😉

Und wo ich schon mal schreibe: Meine Haare geben ihr Bestes um möglichst schnell wieder den Namen „Frisur“ verdient zu haben. Ich wurde heute sogar im Wartezimmer von einer Dame angesprochen mit der Frage, wie lange meine Haare denn schon wachsen. Als sie „seit Ende Januar“ gehört hat, hat sie ihr Kopftuch abgenommen, sich über ihren leicht zu sehenden Flaum gestrichen und meinte: „Bei mir auch…“. Meine Babyhaarbürsten-Kopfmassageeinheiten machen sich anscheinend bezahlt 🙂

Langsam werden die Haare auch etwas dunkler und ich habe mir schon von Mao den Nacken ausrasieren lassen, weil es dort schon so „lang“ war :-). Augenbrauen muss ich auch schon wieder anfangen zu zupfen und auch sonst stellt sich das übliche „Haargenerve“ wieder ein 😉

Hier mal wieder die ungeschminkte Wahrheit:

Melli_31.03.14

 

Und zum Thema „Letzte Bestrahlung“:
Heute Abend bleibt die Küche kalt und der Sekt ist dann hoffentlich auch kalt 😉

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Nachsorgetermine

da muss ich mich doch glatt jetzt mal drum kümmern!
Wieso macht das niemand für mich?! 😉

Arzttermine besorgen mag ich ungefähr so gerne wie einkaufen…GAR NICHT.
Aber es nützt ja nix und so krame ich den empfohlenen Nachsorgeplan heraus und fange mal an mich darum zu kümmern.

Denn was ich z. B. bisher nicht wusste (weil ich aber auch nicht einen Meter darüber nachgedacht habe) ist, dass der erste 6-Monats-Mammographie-Termin nicht ab Ende der Bestrahlung sondern schon ab Brust-OP gerechnet wird. Mein OP-Termin war Ende September, also müsste ich quasi jetzt schon zur ersten Mammo! Habe zum Glück noch einen Termin direkt Anfang April bei meiner Röntgenpraxis bekommen und nicht erst in 3 Monaten (was dort schon fast normal ist).

Ich muss nun also vorerst
– alle 6 Monate zur Mammographie
– alle 3-4 Monate zur Anamnese/körperlichen Untersuchung beim…öhm..ich schätze mal Hausarzt
– alle 6 Monate zum Augenarzt
– alle 6 Monate zum FollowUp-Gespräch ins Krankenhaus
– regelmäßig zum Frauenarzt

das gilt für die ersten 3 Jahre, danach ändern sich die Abstände zwischen den einzelnen Untersuchungen auf 6 bzw. 12 Monate.

Und das mir…die es sonst mit ach und krach einmal im Jahr zu den üblichen Ärzten schafft…ach ja, Zahnarzt hat zwar nichts mit der Nachsorge zu tun, aber der muss ja auch noch mit in die Ärzteliste…ich freue mich…

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ich werde doch mein Leben nicht umkrempeln…

…davon war ich bisher fest überzeugt! Diese Überzeugung verschwindet gerade und ich fange an umzudenken.

Jeder hat bestimmte Ziele die erreicht werden wollen und dafür tun wir so einiges.
Ich z. B. habe vor einigen Jahren angefangen meine Ernährung umzustellen und Sport zu treiben. Das Ziel war/ist aus der verkommenen Hülle wieder etwas gesundes zu formen 🙂

Jeder will seine Ziele erreichen und jeder macht es auf seine Art, mal langsamer, mal etwas schneller und sicherlich geben auch einige auf und erreichen ihr Ziel nicht.

Eins meiner Ziele ist es, definitiv keinen Rückfall zu bekommen und gesund zu bleiben.
Dafür würde ich so ziemlich alles tun… Ich lese also diverse Artikel und teilweise auch Bücher über Themen wie „Krebs und Sport und Ernährung“ und bin sogar bereit einige Dinge in der Ernährung umzustellen bzw. mit einzubauen…einbauen…nicht auf etwas zu verzichten…dachte ich…

Und dann haben Mao und ich uns gestern die Doku „Gabel statt Skalpell“ angeguckt…und es war erschreckend! Erschreckend, dass es einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen Ernährung und Krebserkrankungen (aller Art) gibt und dass dieser auch noch belegbar ist…Zahlen die nicht lügen…Mao und ich haben uns immer wieder zwischendurch angeguckt…konnten aber nicht so richtig etwas sagen…bisher haben wir  uns mit diesem Thema nie wirklich auseinander gesetzt. Man informiert sich schließlich nicht über Dinge, von denen man nichts wissen will…und schon gar nicht wenn sie bedeuten, dass man auf etwas verzichten „muss“.

Es ist also Fakt, dass es einen Zusammenhang zwischen Krebserkrankungen und dem Verzehr von tierischen Produkten gibt…das bedeutet für mich so ziemlich alles was mit Genuss zu tun hat. Ich bin ein Käsefreak, liebe blutiges Rinderfilet und in meinen morgendlichen Latte gehört abgesehen von Milch natürlich auch Zucker!
Und nun heißt die Botschaft: Lebe Vegan…

Einige von Euch verdrehen jetzt bestimmt die Augen oder schütteln mit dem Kopf und denken, dass ich jetzt komplett durchdrehe und es maßlos übertreibe…und vor einigen Wochen noch wäre ich die erste, die die Augen verdreht hätte.
Aber im Ernst. Damit das Risiko eines Rezidivs so gering wie möglich gehalten wird, habe ich mir Gift in den Körper spritzen und mich mit radioaktiven Strahlen beschießen lassen. Ich werde mindestens 5 Jahre ein Anti-Östrogen nehmen, damit mögliche Krebszellen so wenig „Nahrung“ wie möglich haben. Aus medizinischer Sicht tue ich also alles um keinen Rückfall zu bekommen. Ist es dann nicht nur logisch, dass ich auch den Lebensstil dahingehend anpassen sollte? Warum also sollte ich weiterhin tierische Produkte zu mir nehmen, die krebsauslösend „sein können“? Sicherlich KANN es auch sein, dass weiterhin alles gut ist und ich den Rest meines Lebens gesund bleibe auch wenn ich nichts ändere, aber dann hätte ich auch die Chemo oder Bestrahlung ablehnen können, denn es gibt genügend Frauen die sich den Therapien nicht unterzogen haben und kein Rezidiv bekommen haben.

Muss ich nun also auf tierische Produkte verzichten! Nein, ich MUSS nicht…aber ich glaube ich will es.

So nach und nach werde ich einige Dinge ersetzen und andere (vorerst) reduzieren. Es wird sicherlich nicht so einfach, weil man ja nun einige Jahrzehnte anders gelebt und eingekauft hat, aber ich weiß wofür ich es mache!

Der Anfang ist gemacht…ich trinke gerade meine erste Latte mit Sojamilch und ohne Zucker.

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Humangenetische Beratung

Ich hatte ja schon Ende Januar mal kurz etwas von einem Gentest erwähnt.

Nun hatte ich heute die genetische Beratung.
Generell geht es darum festzustellen, ob bestimmte Kriterien vorliegen die einen Gentest (auf Kosten der Krankenkasse) ermöglichen. Aufgrund meines JUNGEN Alters erfülle ich schon eins der Kriterien. Der Gentest wird empfohlen/angeboten wenn in einer Linie der Familie mindestens:

  • 3 Frauen an Brustkrebs erkrankt sind
  • 2 Frauen an Brustkrebs erkrankt sind, davon 1 vor dem 51. Lebensjahr
  • 1 Frau an Brustkrebs und 1 Frau an Eierstockkrebs erkrankt sind
  • 2 Frauen an Eierstockkrebs erkrankt sind
  • 1 Frau an Brust- und Eierstockkrebs erkrankt ist
  • 1 Frau mit 35 Jahren oder jünger an Brustkrebs erkrankt ist
  • 1 Frau mit 50 Jahren oder jünger an beidseitigem Brustkrebs erkrankt ist
  • 1 Mann an Brustkrebs und 1 Frau an Brust- oder Eierstockkrebs erkrankt sind

Bei mir treffen zwei der genannten Indikationskriterien zu (fett markiert), da eine meiner Omas mit über 70 Jahren an Brustkrebs erkrankt ist.

Es besteht damit das Risiko, dass mein Brustkrebs erblich bedingt war und um das herauszufinden kann man einen Gentest machen.

Zum jetzigen Zeitpunkt sind zwei Brustkrebsgene BRCA1 und BRCA2 (BReast CAncer) bekannt, die mithilfe der Testung auf mögliche Veränderungen – auch Mutationen genannt – untersucht werden können.

Liegt bei einem dieser zwei Gene eine Mutation vor, ist der Krebs erblich bedingt. Es gibt allerdings  hier den wichtigen Hinweis, dass noch nicht alle Gene erforscht sind und es sein kann dass es in ein paar Jahren auch noch BRCA3-6 gibt was bedeutet, dass man einen erblich bedingten Krebs nicht zu 100% ausschließen kann, sollte in den Genen 1 und 2 keine Veränderung gefunden werden!

Wenn allerdings eine Veränderung der Gene vorliegt, hat man ein erhöhtes Risiko an Brust- oder Eierstockkrebs zu erkranken.

In Zahlen bedeutet das:
ca. 80-88%iges Erkrankungsrisiko für Brustkrebs

ca. 65%iges Erkrankungsrisiko für Eierstockkrebs bei einer Mutation von BRCA1

ca. 35%iges Erkrankungsrisiko für Eierstockkrebs bei einer Mutation von BRCA2

Meine erste Frage war dann, was die Zahlen für mich bedeuten, denn ich hatte ja nun schon Brustkrebs…die Antwort gefällt mir nicht so wirklich…sollte eine Mutation in einem der Gene vorliegen, bleibt ein Risiko für eine Neuerkrankung von ca. 50%…nicht gerade wenig…

Natürlich habe ich mich für den Gentest entschieden. Ich will wissen, ob ich Mutationen in den Genen habe! Bis das Ergebnis da ist, dauert es ca. 8 Wochen…also genug Zeit sich den Kopf zu zerbrechen 😉

Denn sollte wirklich eins der Gene mutiert sein, muss „Frau“ (ich lästere eigentlich immer über die Frauen die „Frau“ statt „man“ schreiben) sich Gedanken darüber machen, ob die Eierstöcke vorsichtshalber entfernt werden, da Eierstockkrebs sehr schnell metastasiert und dieser nicht ganz so „easy“ zu erkennen ist und ob „Frau“ sich evtl. die Brüste entfernen lässt (Mastektomie)…

Eine Entscheidung würde mir relativ leicht fallen: Raus mit den Eierstöcken!

Und bevor ich es vergesse: Selbst wenn meine Gene eine Mutation aufweisen heißt das noch lange nicht, dass z. B. mein Bruder bzw. meine Nichte gefährdet sind. Ich könnte u. U. auch die erste in „Unserer Linie“ sein, die veränderte Gene aufweist. Um das zu klären müssten sich theoretisch auch meine Eltern testen lassen und wenn dort auch eine Genveränderung festgestellt werden würde, würde man meinen Bruder testen…hätte, würde, wenn und aber..

Warten wir also ab bis die Info kommt, dass ich gute Gene habe!

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…hallöchen…

…ein gut aussehender Arzt…ich dachte, die gibt es nur bei Grey´s Anatomy 🙂

Es war heute mal wieder Zeit für einen ärztlichen Blick auf die bestrahlte Haut. Alles super, nichts auffälliges. Die bestrahlte Haut ist nur leicht rötlich.

Der Doc hat mir noch kurz erzählt, dass es wohl Patienten gibt, die nicht Bescheid sagen wenn etwas nicht stimmt und bei dem „Blick auf die Haut“ schon so manche „Katastrophe“ zu sehen war…unverständlich…

Auch sonst habe ich so gut wie keine Nebenwirkungen.
Wie ja schon kurz erwähnt weiß ich nicht genau, ob die Hitzewallungen durch die Einnahme von Tamoxifen kommt oder durch die Bestrahlung, aber das werde ich ja merken, wenn die Bestrahlung in 2 Wochen vorbei ist 🙂

Und auch die so viel beschriebene Müdigkeit/Schlappheit während der Bestrahlung bleibt mir fast vollständig erspart. Ich habe nur ab und an mal einen extremen Anfall von Müdigkeit. Der kann aber natürlich auch von meiner momentanen Schlaflosigkeit kommen…nichts genaues weiß man nicht…

Apropos…das Augenschonprogramm muss gerade mal gestartet werden *gähn*

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