es sprießt…

…Schneeglöckchen…Krokusse…und HAARE 🙂
Ich sehe aus wie ein Kücken! 😉 Je nach Lichteinfall sieht man meine farblose Haarpracht.
Habe mich daher extra für Euch unterm Halogenlicht platziert, damit man die Haare sieht 🙂

Melli_26.02.14
Und da der Haarflaum nun wächst muss ich mir langsam darüber Gedanken machen, was ich für Kopfbedeckungen trage… bisher habe ich meine Glatze auch in Restaurants oder Wartezimmern gezeigt…aber jetzt wo die Haare anfangen zu wachsen geht es in Richtung „Übergang“ und damit fühle ich mich dann nicht mehr ganz so wohl auf´m Kopf. Und Dreieckstücher…hm…wenn da keine Haare drunter herausgucken schreit das doch direkt nach „Guck-mal-die-hat(te)-Krebs-und-trägt-deshalb-ein-Dreieckstuch“…naja…ausprobieren werde ich es auf jeden Fall und gucken wie es aussieht. Denn bis so etwas wie eine „Frisur“ auf dem Schädel zu sehen ist werden noch einige Monate vergehen.

Immerhin wachsen auch meine Wimpern wieder, die dank Wimperntusche auch recht easy wieder ersichtlich sind 🙂

Auch Augenbrauen sind im Anmarsch, allerdings noch farblos. Nur einige Härchen fangen an etwas dunkler zu werden, sodass eine Art „Schatten“ sichtbar ist. Die sehe ich aber nur wenn ich im bestimmten Lichtwinkel vorm Spiegel stehe oder die Augenbrauen nachgemalt habe…grummel…wenn ich nicht wirklich vor die Tür muss (Bestrahlung zählt nicht) versuche ich es zu vermeiden mir im Gesicht herumzumalen…ist echt gar nichts für mich…da laufe ich doch lieber als gesichtsloser Gollum herum 😉

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4. Bestrahlung

Mein Gehirn ist ein Sieb…jeden Tag zur Bestrahlung fahren zu müssen und das zu unterschiedlichen Zeiten…ich habe heute Morgen bestimmt dreimal auf den Plan geguckt, wann ich denn nun meinen heutigen Termin habe…bin schon kurz davor den Plan auswendig zu lernen, damit ich nicht immer nachgucken muss 🙂

Bestrahlung ist auf jeden Fall irgendwie unheimlich. Man merkt von der eigentlichen Behandlung nichts und hinterher ist mir für ca. 1 – 1,5 Stunden ganz leicht übel. Nicht schlimm, aber merkbar. Vorgestern habe ich noch gedacht, es käme von der Gorgonzola-Soße die ich zum Mittag hatte, aber das kann ich jetzt ausschließen 😉

Habe heute gefragt, ob ich kurz mein Handy holen und ein Foto von dem Gerät inkl. Deckenbeleuchtung machen darf…kurzer verständnisloser Gesichtsausdruck bei der MTA…dann aber ein :“Aber schnell!“. Ich sprintete fast zu meiner Kabine (Erst durch eine Art kleinen Flur/Schleuse von ca. 5 Meter, dann nochmal durch den Vorraum des Bestrahlungsraums zur Kabine auch nochmal so 7 Meter.
Die eine MTA hat nicht mitbekommen, dass ich mal eben schnell mein Handy holen will und ruft die nächste Patientin auf, die auch direkt aus Ihrer Kabine stürmt…ich bin mit meinem Handy aus meiner Kabine auch schon wieder raus und die MTA wollte noch verhindern, dass sich Patientin X und ich über den Weg laufen und schon standen wir uns gegenüber mit unseren bemalten Brüsten. Sie wieder zurück und ich hab schnell das Foto gemacht 🙂 Immerhin war niemand „Hosenlos“ 😉

Hier nun also das Bestrahlungsgerät inkl. Deckenbeleuchtung.

Bestrahlungsgerät_02_2014

Das Teil ist komplett beweglich, sodass es während der Bestrahlung um einen herumfährt um die Position zu wechseln. Somit ist der Blick frei auf die nett gemachte Deckenbeleuchtung.

Die Aussagen über die auftretenden Hautschäden sind auch wieder sehr verlässlich..

Der Arzt sagte mir bei dem Anfangsgespräch, dass ich auf jeden Fall mit einem leichten bis mittleren Sonnenbrand rechnen müsste, da dieser mit Sicherheit auftritt…heute habe ich die netten medizinisch-technische Assistenten gefragt, wann in etwa ich mit dem Brand rechnen kann.
Im Schnitt so nach ca. 3 Wochen…aber bei manchen ist es auch später…bei manchen gar nicht…

Na dann warte ich mal ab.

Ich habe dann noch meinen Antrag auf Anschlussheilbehandlung (AHB) abgegeben.
Meine Wunschklinik ist in St. Peter Ording. Es sieht aber wohl schon schlecht mit den Plätzen aus…werde nächste Woche erfahren, ob es da etwas wird oder ob ich einen Platz in meiner gewählten Alternativklinik in Utersum/Föhr bekomme.

Ihr könntet mir also mal wieder die Daumen drücken 🙂

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Erste Bestrahlung

Ich wollte ja eigentlich jeden Tag mit dem Fahr/Quälrad zur Bestrahlung fahren…
LEIDER ist mir was dazwischen gekommen, sodass ich LEIDER doch mit dem Auto gefahren bin.. 😉

Tja, was soll ich schreiben. Bestrahlung ist wie Röntgen (es handelt sich auch um hochdosierte Röntgenstrahlen), nur dass es ein paar Minuten länger dauert.

Ich musste mich wieder auf eine Liege legen, Hände nach oben und dann wurde das Gerät anhand meiner Körperbemalungen ausgerichtet. Das Gerät legt dann los, brummt ein wenig und verändert auch ein paar mal die Position. Es fährt quasi um einen herum.
Ansonsten merkt man von der eigentlichen Bestrahlung nichts. Mal sehen, nach der wievielten Bestrahlung sich der „Bestrahlungsbrand“ auf der Haut bemerkbar macht.

Was in dem Bestrahlungsraum ganz nett gemacht ist, ist die Zimmerdecke.
Dort sind relativ große Deckenplatten und genau über dem Bestrahlungsgerät zeigen die Deckenplatten einen strahlend (haha) blauen Himmel und ein paar Baumwipfel mit Apfel- und Kirschblüten. So als wenn man auf einer Wiese liegt und in den Himmel guckt.

Ich frage die Tage mal, ob ich das fotografieren darf 🙂

Der ganze Vorgang, also inkl. Aufenthalt im Wartezimmer, Ausziehen, Bestrahlung, Anziehen dauert 20 Minuten. Die Bestrahlung an sich ca. 10 Minuten.

Ich habe eine Liste mit allen Terminen der nächsten 6 Wochen bekommen, denn die Bestrahlung findet nicht jeden Tag um dieselbe Uhrzeit statt…wäre ja zu einfach…sonst könnte man es sich ja merken ;-). Die Termine lassen sich auch um ein paar Stunden verschieben, falls mal einer nicht passen sollte. Meinen Termin für morgen habe ich auch direkt verschoben, weil er mitten am Tag gewesen wäre, wir aber morgen die ersten Herzkissen an die Krankenhäuser liefern 🙂

Abgesehen von dem „Strahlungsbrand“ auf der Haut habe ich nur von Müdigkeit/Schlappheit als Nebenwirkung gehört…habe allerdings auch weggehört bzw. „weggelesen“…ich muss ja nicht alles wissen 😉

Der kommende Brand ist sicher, alles andere werde ich ja merken.
Und sobald meine Port-Narbe verheilt ist, werde ich bestimmt das „Joggen-während-Bestrahlungs-Thema“ nochmal ansprechen 🙂

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Portlos!

Ich freue mich! Der Port ist raus!

Heute morgen um 6:40 Uhr war ich im Krankenhaus und sollte mich kurz am Tresen anmelden…wo niemand war… habe dann noch 10 Minuten gewartet und dann bin ich zur Info gewandert, die mir sagen konnte, wo ich hingehen muss.

Bin dann auch direkt „verarztet“ worden.
Ausziehen, sexy Plastiksocken, passende Plastikhaube auf, ab ins Krankenhaus-Hemdchen und ab in den OP-Bereich gelatscht. Auf den OP-Tisch gehüpft (in wirklichkeit über einen kleinen Metall-Tritt hinaufgeklettert), angewärmte Decke bekommen und wurde dann in den OP gerollt.

Am „schlimmsten“ ist diese blöde Braunüle auf dem Handrücken…ich hasse die Dinger…
Ich habe dann noch kurz Bescheid gegeben, dass ich gern wieder das Schlafmittel hätte.
Dann wurde ich für die OP vorbereitet. Ein paar Kabel angedockt, Blutdruck-Messgerät, Sauerstoff-Stecker in die Nase, grünes OP-Tuch über mich. Dann wurde mir das Schlafmittel über die Braunüle gespritzt und die örtliche Betäubung beim Port.

Ich habe dann darauf gewartet, dass ich einschlafe, damit ich ja nichts von der OP mitbekomme. Sehen konnte ich zumindest nichts, weil ein grünes OP-Tuch als Sichtschutz vor meinem Kopf war…Die Chirurgin spricht mit der OP-Schwester…erklärt ihr irgendetwas…wann schlafe ich eigentlich ein?…Ich habe dann noch kurz erwähnt, dass ich bitte den Port später mitnehmen möchte…jetzt müsste ich ja gleich schlafen, damit die loslegen können…zack, fertig! HÄ? Tolles Schlafmittel! 😉

War also die ganze Zeit über wach und habe trotzdem nichts mitbekommen.
Also alles easy.

Es gab noch ein Käffchen und Frühstück, dann durfte ich um 8:20 Uhr schon wieder nach Hause.

Meinen Port habe ich in einem kleinen Döschen mitbekommen…wieso ist der eigentlich nicht lila?

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Wieder einen kleinen Schritt geschafft 🙂

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Port & Planungs-CT

Ich hatte einige Bedenken, dass es zeitlich alles so klappt, wie ich es mir vorgestellt habe.

Da wir einige Tage im Harz waren, kommt nur der kommende Montag für die Explantation des Ports in Frage. Ich will das Ding vor der Bestrahlung raus haben, damit es nicht während der Bestrahlung ein zeitliches Problem wird und die Narbe so schnell wie möglich wieder verheilen kann.

Man hat aber vor der OP immer Vorgespräche mit der Chirurgie, sowie einem Narkosearzt und es wird einem noch kurz Blut abgenommen.
Das musste also heute passieren, damit ich am Montag den Port loswerden kann.

So bin ich heute morgen um 8:00 Uhr im Krankenhaus gewesen und war zum Glück nach knapp 1,5 Stunden auch schon wieder raus. Schnell nach Hause und was gefrühstückt (Mein Magen hat schon das Wartezimmer unterhalten) und dann ging es zur Radiologischen Allianz…mit dem Fahrrad…es waren nur 4,5 km (eine Strecke)…und die waren sauanstrengend!

Und falls ich es noch nicht erwähnt habe: „Ich hasse Fahrrad fahren!“
Mir fehlt anscheinend der „Fahr-Rad-Muskel“ 😉
Und es geht irgendwie immer „bergauf“ (auch in Hamburg gibt es so etwas wie Steigungen…wenn auch geringe)…und meine Oberschenkel haben (noch) echt wenig (Fahr)Kraft…und ich hätte gern einen Sessel statt Sattel!

Aber es nützt ja nix…Ich muss meinen Körper ja langsam mal wieder an Sport (Sport?) gewöhnen!

Also habe ich mich mit dem Quälrad zur Radiologischen Allianz begeben und dort wurde ein Planungs-CT gemacht. Ganz easy, ohne Kontrastmittel.
Oberkörper freimachen, auf das Gerät legen…“Wo ist denn Ihre Narbe?“… hihi, ja die ist sehr gut geworden 🙂 (Nein, davon wird es hier kein Foto geben), Arme nach oben und ruhig liegen bleiben, auch wenn man aus dem Gerät wieder herausfährt (es ist übrigens kein komplett geschlossenes Gerät).
So bleibt man noch kurz liegen, bis die Damen die Brust mit Edding vollgekritzelt und Duschpflaster draufgeklebt haben… und das soll bis Dienstag halten.

Bin gespannt, wie meine überempfindliche Haut inkl. Pflasterallergie auf die Duschpflaster reagiert. Aber mittlerweile sind die Pflaster ja alle recht hautverträglich.

Ich freue mich auf jeden Fall auf Montag, wenn ich meinen Port in den Händen halte 🙂
Ach ja: Und schön, dass heute zeitlich alles geklappt hat 🙂

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Bewegung!

…und ich bin mal gejoggt??!!!

Meine Güte ist Gehen anstrengend!

Da ich ja mal wieder zu einer Behandlungspause gezwungen bin, nutzen wir die Zeit und sind ein paar Tage im Harz.

Erst war ich etwas enttäuscht darüber, dass kein Schnee liegt, aber zum Spazieren gehen ist es angenehmer.

Die letzten Wochen habe ich mich ja nicht unbedingt viel bewegt…teilweise wegen Schwäche, teilweise wegen Krankheit (Husten ist noch immer nicht weg) und teilweise wegen dem Schweinehund. Aber das ist jetzt vorbei!

Gestern waren wir schon 6km unterwegs und heute auch schon über 7km…davon ca. 2km nur Bergauf…im Anschluss an die Bergwanderung nochmal 200 Stufen zu einer Aussichtsplattform…bisher war ich ja schon nach unseren 10 Stufen im Keller K.O. nach den 200 Stufen war ich total hinüber und habe gedacht mein Herz springt gleich aus dem Brustkorb. Aber das ging vorbei. Nach einer kleinen Mittagspause inkl. Bratwurst und Glühwein ging es dann zu einer weiteren kleinen Runde…nochmal 190 Stufen hoch…LMAA…aber man kann ja auch zwischendurch einfach mal die Aussicht genießen! Wer sagt denn, dass man eine Treppe ohne Pause erklimmen muss?!

Soviel wie in dem letzten zwei Tagen habe ich mich die letzten 2 Monate nicht bewegt. Es geht also voran. Der Körper kann sich auf einiges gefasst machen…aber erstmal einen Belohnungskeks 🙂

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(un)geschminkte Wahrheit…

Bisher habe ich nie zu den Mädels gehört, die sich eine Tonne Schminke ins Gesicht klatschen bevor sie aus dem Haus gehen. Ein wenig getönte Gesichtscreme und ein wenig Mascara haben mir bisher für den Gang vor die Tür ausgereicht. Wenn einem aber die Augenbrauen und Wimpern so nach und nach ausgehen, ist der Blick in das ungeschminkte Gesicht irgendwie nicht mehr so witzig…Ist er ja sonst schon nicht, aber so noch weniger 😉

Ohne Augenbrauen fehlt einem jegliche Kontur im Gesicht und es sieht einfach krank aus.
Und dann fängt man an sich die Augenbrauen nachzumalen…und wenn man das noch nie vorher gemacht hat steht man da vor seinem ausdruckslosen Spiegelbild und weiß gar nicht, wo die Augenbrauen hingehören und wo man anfangen soll.

Also habe ich mich zu einem Kosmetikseminar angemeldet, welches heute Vormittag stattgefunden hat. Das Seminar ging insgesamt 2 Stunden und es gab eine Menge Tipps zum Schminken, zur Haar- und Kopfhautpflege.
So werde ich mir z. b. eine Baby-Haarbürste kaufen, um meinen wachsenden Haarflaum zu bürsten…ich musste erst dümmlich grinsen, als sie es gesagt hat…mit einer Babybürste einen kaum sichtbaren Haarflaum bürsten…ja nee, is klar… Aber: Es macht Sinn!
Wieso? Die Haarwurzeln müssen trainiert werden! Durch das „Bürsten“ der Haare wird jeder einzelne „Haarmuskel“ trainiert und so auf das neu wachsende, stärkere Haar vorbereitet…YES, ich habe Muskeln von denen ich nichts wusste und darf sie sogar trainieren! 😉

Die 2 Stunden waren recht schnell um und es war wirklich sehr nett und informativ.
Jede Teilnehmerin hat zudem die hochwertigen Kosmetikprodukte behalten dürfen. So befindet sich u.a. das erste Mal in meinem Leben ein Augenbrauenstift und ein Lippenkonturenstift in meiner sonst eher spärlichen Kosmetik-Auswahl:
Kosmetik_04.02.2014

Das Kosmetikseminar ist übrigens kostenlos und wird von der DKMS LIFE angeboten.
Den passenden Kurs kann man sich direkt auf deren Internetseite heraussuchen und dann einfach anmelden (max. 10 Teilnehmerinnen pro Kurs):
http://www.dkms-life.de/






Und um mich komplett zum „Horst“ zu machen, gibt es natürlich auch noch ein Vorher-Nacher-Bild. So richtig müde und ungeschminkt heute Morgen…(Nacktratte lässt grüßen) und dann immer noch müde aber mit Augenbrauen nach dem Seminar 🙂

04.02.2014



Hoffentlich wachsen die Augenbrauen schnell nach, denn ich habe schon jetzt keine Lust mir jeden Morgen Augenbrauen zu malen…







Ach und noch ein Hinweis: Ausfallende Haare lassen sich nicht aufhalten! Mit dem Start des Haarausfalls habe ich überwiegend darauf verzichtet meine Wimpern zu schminken, weil ich dachte, dass sie mit dem Abschminken schneller ausfallen. Aber das ist ein Irrtum. Man kann es weder aufhalten, noch fallen sie schneller aus als „normal“. Die Wimpern/Augenbrauen, die sich mit dem Abschminken verabschiedet haben, wären auch ohne Abschminken ausgefallen!

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lustiges Haarwachstum…

…also von gleichmäßigem Haarwuchs kann bei mir nicht die Rede sein…ungleichmäßiger über den Körper verteilt geht es nicht. Arbeiten wir uns mal kurz von unten nach oben durch:

Beine: Wächst wieder wie Hulle, genau wie vor der Chemo. Also schwarze blöde Haare (hätte ich auch gut drauf verzichten können)

Bikinzone: Da wächst noch nichts (ich will mich nicht beschweren)

Arme: Wachsen auch wieder normal. Also helle blöde Haare

Achselhöhlen: alles blank (das kann auch gerne so bleiben)

Wimpern: Fallen nach wie vor aus, allerdings meine ich mir einzubilden, dass ich schon gaaanz kleine helle Härchen sehe, die nachwachsen wollen (freu)

Augenbrauen: Habe noch auf jeder Seite 9 Stück! Die dafür aber extrem lang…sieht richtig bekloppt aus 🙂 Da wachsen auf jeden Fall noch keine nach, die ich wachsen kann 😉

Kopf: Das Haar wächst. Ganz heller Flaum, erst ein paar Milimeter lang..kurz?…LANG 🙂
Man könnte mich auch Kuschelkopf nennen 😉

Das soll mir mal einer erklären…witzig..

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letzte Chemo?

ich muss zugeben, dass ich etwas angespannt war.
Da sich meine Erkältung seit 25 Tagen an mich klammert habe ich schon das Szenario vor mir gesehen: „Frau Gerusch… Ihre Blutwerte sind da und wir können die Chemo heute leider nicht durchführen“… das wäre der Horror…ja ok, zugegeben wäre das jetzt nicht megamäßig dramatisch, aber ich will es endlich hinter mir haben!

Also ging es heute morgen wie gewohnt los.
Um viertel nach acht war mein Port in Betrieb und das Blut wurde ins Labor geschickt.
Nun hieß es warten (hatten wir lange nicht).
Da es üblich ist, nach der 3. Chemo unter Epirubicin einer Herzechokardiographie unterzogen zu werden, bin ich um viertel vor neun also runter ins EG und habe das Herz checken lassen. Da war alles in Ordnung…außer dass der Doc die Daten der Untersuchung im Oktober nicht finden konnte…waren nicht im Computer…habe ihm daraufhin eine kurze Beschreibung des „damals“ durchführenden Arztes abgegeben (So, gepetzt). Können ja nicht einfach meine Daten verschlampen!

Danach wieder hoch ins Chemozimmer…voller Erwartungen…nix..Blutwerte dauern heute etwas länger als sonst.

Aber dann… die Erlösung! Blutwerte sind da und abgesehen von einem minimal erhöhtem Entzündungswert in Ordnung! YES! Hätte nicht gedacht, dass ich mich mal über eine Chemo freue :-). Ich habe versucht meine Freude etwas im Zaum zu halten, da die anderen anwesenden Damen noch einen längeren Weg vor sich haben…aber so ganz gelang mir das nicht 😉

Also war es nun offiziell die letzte! Ich freue mich, dass der „schwerste Brocken“ nun hinter mir liegt, auch wenn ich kaum etwas an nennenswerten Nebenwirkungen hatte (zum Glück).
Nun kann ich mich der wichtigen Frage widmen, wann ich den Port entfernen lasse.
Nachdem ich ja nun gestern erfahren habe, dass ich während der Strahlentherapie nicht Joggen darf (aufgrund von Ödemen, die während der Bestrahlung in der linken Brust auftreten können/werden), kann ich den Port also so entfernen lassen, dass ich nach der Bestrahlung nicht auch noch mit der Wundheilung der Portnarbe das Joggen weiter hinauszögere. Also zeitnah…es gibt ja auch Frauen, die den Port 5 Jahre drin lassen…für den Fall der Fälle…pfff…den wird es nicht geben!

Ich habe mich übrigens für ein ehrenamtliches Projekt quasi selbst verpflichtet. Durch Zufall habe ich davon gelesen, dass in einigen Krankenhäusern Herzkissen (auch „Herzen gegen Schmerzen genannt), an Brustkrebs erkrankte Frauen verschenkt werden. Und da „mein“ Krankenhaus mit solchen Herzen bisher nicht versorgt wurde, habe ich kurzerhand eine Herzkissengruppe für Hamburg ins Leben gerufen (herzkissenhamburg.wordpress.com).
Irgendwie habe ich das Bedürfnis etwas für „Bewusstsein Brustkrebs“ zu tun. Und nun rollen die Steine und es gibt kein zurück mehr 😉
Das „Go“ vom Krankenhaus gab es auch und ich habe heute schon einige Worte mit der BreastNurse gewechselt.

Ich freue mich, dass ich nun was sinnvolles zu tun habe (sicher, die Couch plattsitzen ist supersinnvoll, aber man braucht ja Abwechslung 😉 ).

Apropos: Ab auf die Couch 😉

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Bestrahlung – Vorgespräch

endlich geht es weiter. Klingt total bekloppt, aber ich freue mich auf die Bestrahlung! Schließlich bedeutet es, dass die Chemo dann hinter mir liegt! MORGEN! 🙂

Ich bin also heute morgen um kurz vor neun in der Radiologischen Allianz gewesen. Um neun hatte ich den Termin…um 9:40 Uhr bin ich dann auch aufgerufen worden.
Der Doc kam ins Wartezimmer, ruft mich auf, ich stehe auf, er guckt mich etwas verdutzt an und fragt: „Wollten Sie keine Perrücke?“…sehe ich so aus? 😉

Also ins Besprechnungszimmer um die wichtigsten Eckdaten kurz genannt zu bekommen.
Die da wären:

Nebenwirkungen:
Es kann zu Müdigkeit kommen und es wird definitiv zu einem leichten bis mittelschweren Sonnenbrand auf der bestrahlten Haut kommen, je nach Hautempfindlichkeit…wie gut, dass ich keine empfindliche sondern überempfindliche Haut habe…
Alle anderen Nebenwirkungen sind nicht wirklich relevant, ähnlich wie bei einem Beipackzettel wo alle Eventualitäten draufstehen.

Hautpflege:
Kein Deo unter den linken Arm, da es sonst auf die bestrahlte Haut gelangen könnte.
Keine normalen Duschgels/Seifen etc. sondern nur lauwarmes Wasser oder spezielle Pflegeseife
Zum eincremen gibt es einige Empfehlungen wie z. B. Linola radioderm oder Bepanthen Lotion, Eucerin, Aloe vera etc.

BH-Frage:
Entweder keinen BH (ja nee is klar) oder aber BHs ohne Bügel, am besten mit breitem Bündchen, damit nichts wund gescheuert werden kann

Damit hatte der Doc die für ihn wichtigsten Punkte genannt…was fehlt? hm?
Richtig! Meine obligatorische Sport/Jogging-Frage! Schließlich will ich wieder starten! Ihr wisst ja, mindestens 6kg-Gedöns und so.

Also stelle ich die Frage…und die Antwort kam wie aus der Pistole geschossen: „Auf keinen Fall!“ …aber… „Sie dürfen Spazieren gehen und Fahrrad fahren, aber weder Joggen noch Schwimmen!“ …na klasse. Spazieren gehen und Fahrrad fahren sind auch meine allerliebsten „Sportarten“… da freue ich mich…NICHT!

Aber wat mutt dat mutt. Werde also nach der letzten Chemo (hatte ich schon erwähnt, dass die MORGEN ist?) mein Fahrrad entstauben und damit dann zur Bestrahlung fahren, sofern es nicht glatt ist… oder schneit…oder regenet…oder bewölkt ist…oder mein kleiner Finger juckt 😉

Zur Bestrahlung muss ich dann 6 Wochen lang jeden Tag (außer Sa + So).
Zwischen der letzten Chemo (nein, ich beherrsche mich) und der ersten Bestrahlung muss ein Zeitraum von ca. 3 Wochen liegen, damit der Körper sich einigermaßen erholen kann.
So geht es am 14.2. mit einem Planungs-CT los (Infos folgen am 14.2.) und am 18.2. startet dann die Strahlentherapie.

Jetzt darf nur morgen nichts dazwischen kommen in Form von irgendwelchen schlechten Blutwerten…also Erkältung: Hau endlich ab!

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