.. die Gewebeproben sind endlich im KH angekommen.
Ich muss also nicht am Montag noch einmal die Stanzbiopsie über mich ergehen lassen.

Auch wenn das Procedere nicht so schlimm war, bin ich doch froh, dass es mir ein weiteres Mal erspart bleibt *freu*

btw: Noch keine Nebenwirkungen der Tablette in Sicht

Erstellt am von tomatenauge | Hinterlasse einen Kommentar

Startschuss für die Hormontherapie

Nun geht´s los…

Die erste Tablette wurde heruntergespült…und nun sind wir gespannt, ob sich Nebenwirkungen zeigen werden… Werde gerade schon von meinem Freund und meinem Schwager angeglotzt, die auf den ersten Zickenalarm warten… wenn die nicht gleich aufhören… KÖNNEN SIE DEN HABEN 😉

Drückt mir die Daumen, dass ich so wenig Nebenwirkungen wie möglich mitnehme.
Für die 3-wöchige Hormontherapie habe ich nun einen Countdown in der rechten Navigation eingerichtet. So habt ihr (und vor allem ich) vor Augen, wie lange die ersten 3 Wochen wirklich dauern 🙂

Nun folgende Tat: tägliche Erinnerung im iPhone einstellen

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schon wieder warten…

warten ist echt ätzend.
Geplant war, dass ich Anfang dieser Woche mit der Hormontherapie starte.
Das wiederum geht erst, nachdem ich für die Studie registriert wurde, was wiederum erst passiert, wenn meine Gewebeprobe von der Pathologie zum Krankenhaus geschickt wurde.

Sie wurde abgeschickt, aber dank eines Schreibfehlers in der PLZ ist das blöde Krebsgewebe noch nicht im KH angekommen… also heißt es warten… warten… WARTEN!

Selbst mit einer neuen Stanzbiopsie des Gewebes würde es nicht schneller gehen, da diese auch erst in die Pathologie müsste um entsprechend bearbeitet zu werden und diese dann ja wieder zum KH geschickt werden würde…. also… WARTEN!

Lt. Post soll die Gewebeprobe diese Woche entsprechend richtig ankommen.
Dann werde ich im KH sofort registriert und bekomme den Anruf.. auf den ich jetzt WARTEN muss 😉

Immerhin wurde mir versichert, dass ich durch die Verschiebung keinen Nachteil habe… wäre ja noch schöner…

na dann… WARTEN wir mal ab

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Gute Körperhälfte, schlechte Körperhälfte

Solange ich auf den Start für die Hormontherapie warte, mal kurz etwas zwischendurch.

Für bestimmte Versicherungen muss man „mal eben kurz“ die Krankheitsgeschichte der letzten 10 Jahre ausgraben… Das ist gar nicht so einfach… vor allem, wenn man mit Jahreszahlen eh nichts anfangen kann (bin ja froh, dass ich mir mein Geburtsjahr merken kann). Als ich dann soweit alles zusammen hatte, gab es doch eine recht deutliche Auffälligkeit:

  • Dauerkopfschmerz ausgehend hinten links
  • Gewebeverhärtung in der linken Brust
  • Achillessehnenentzündung links
  • Dehnung der Außenbänder am linken Fuß
  • Krampfgefahr bei längeren Läufen im linken Bein
  • Tränenkanalspülung am linken Auge
  • Muskelfaserriss in der linken Wade
  • Brustkrebs in der linken Brust

Wer hat eine große Kreissäge? 😉

Es ist ja bekannt, dass jeder Mensch unterschiedliche Körperhälften hat, aber dass die auch noch unterschiedlich gut sind…

Mal sehen, was sich im Laufe der Zeit noch so ansammelt… bis ich 100 werde dauert es ja noch ein wenig 🙂

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Antiöstrogen..

..ist schon ein fieses Wort.
Ich habe eben meine Begleiter für die nächsten 5- 10 Jahre in Augenschein genommen.
Immerhin ist die Packung rosa und passt zu meinem Blog-Layout ;o) (Was man von der eigentlichen Tablettenpackung nicht behaupten kann):
Foto 22.08.13 14 28 42

Normalerweise beachte ich die Packungsanleitungen von Medikamenten nie (genauso wenig wie Gebrauchsanleitungen für elektronische Geräte), aber die häufig bis sehr häufig auftretenden Nebenwirkungen möchte ich doch gern wissen. Allein schon deshalb, damit sich meine bessere Hälfte auf evtl. Stimmungsschwankungen einstellen kann 😉

Häufig auftretende Nebenwirkungen ( bei ca. 1-10 Behandelte von 100) und sehr häufig auftretende Nebenwirkungen (bei mehr als 1 Behandelte von 10):

  • vorübergehende Blutarmut (häufig)
  • Flüssigkeitsanreicherung im Gewebe, Anstieg bestimmter Blutfette (häufig)
  • Benommenheit, Kopfschmerzen (häufig)
  • nur z. T. rückbilungsfähige Sehstörungen durch Trübungen von Augenlinse oder Hornhaut und/oder Netzhautveränderungen. Bei langer Tamoxifen-Einnahme kommt es häufiger zu Linsentrübungen (häufig)
  • Durchblutungsstörungen der Hirngefäße, Wadenkrämpfe, Thrombose (häufig)
  • Übelkeit (häufig)
  • Hautausschlag, Haarausfall (häufig)
  • Den Geschlechtsorganteil lasse ich mal raus (eklig)
  • Hitzewallungen (Sehr häufig)und zu guter Letzt treten häufig zu Therapiebeginn Knochenschmerzen und Schmerzen im Bereich des erkrankten Gewebes als Zeichen des Ansprechens auf Tamoxifen auf.

Nun fehlt nur noch das „Go“ des Prüfarztes (guck mal schnell auf mein Handy, ob ich einen Anruf verpasst habe), damit ich mit der Hormontherapie starten kann.

Und dann heißt es alle Wecker, Erinnerungsfunktionen von elektronischen Geräten und Menschen entsprechend einstellen, damit ich die verhasste tägliche Einnahme von Tabletten vorerst 21 Tage lang nicht vergesse (wie ich das vergessen könnte? Also wenn ich eins kann…. ;-))

Na dann mal her mit dem „Go“

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Entschieden: Studienteilnahme

Ab heute offiziell krankgeschrieben… sehr merkwürdig wenn man sich (noch) nicht krank fühlt…

Alles wissenswerte über die Studie haben wir uns durchgelesen und alle Fragen mit dem Oberarzt heute besprochen
(juhu, ich darf trotzdem noch ein Gläschen Rotwein trinken :-))

Ich werde also an der Hormontherapie-Studie teilnehmen.
Mit meiner Einwilligung an der Studie teilzunehmen wurde es irgendwie ganz hektisch um uns herum. Immerhin bin ich die 5. Patientin in dem KH, die für die Studie in Frage kommt. Deutschlandweit sind es dann doch schon ca. 60 Patientinnen.
Meine Unterschrift für die Herausgabe meiner Gewebeproben wird benötigt, hier noch eine Unterschrift, da noch eine und ach ja, da natürlich auch noch eine. Ach, ich habe eine Hormonspirale? Der Oberarzt ruft direkt bei meinem Frauenarzt an und zack habe ich morgen einen Termin für die Entfernung des besagten Utensils…. na herrlich… da habe ich am meisten schiss vor… wie sich das anfühlt weiß ich… aber anderes Thema 🙂

Was jetzt passiert:
– Die Gewebeproben, die mir Anfang August entnommen wurden, werden dem KH nun nach meiner Einwilligung zur Verfügung gestellt
– Diese Proben gehen dann nach Hannover, Berlin  und USA und ich werde für die Studie registriert
– Meine Hormonspirale hätte ich mir schenken können.. die muss raus
– Sobald in einigen Tagen das „Go“ von den Ärzten kommt, startet eine 3-Wöchige Hormontherapie mit einer täglichen Tabletteneinnahme (ja super, täglich Tabletten nehmen ist genau das richtige für mich…..genau deswegen habe ich mich vor Jahren gegen die Einnahme der Pille entschieden…grmpf)
– Ich werde dadurch quasi in die Wechseljahre versetzt (dann weiß ich wenigstens schon, wie es sich anfühlt, wenn es in ein paar Jahrzehnten so weit ist ;-))
– Nach der 3-Wöchigen Tabletteneinnahme steht dann die OP an und damit wird der Tumor wieder untersucht und mit den Gewebeproben von Anfang August verglichen
– gewünschtes Ergebnis ist dann natürlich, dass der Tumor auf die Hormone entsprechend reagiert hat und ich nach der OP „nur“ bestrahlt werde und keine Chemo machen muss. Um die anschließende ca. 10-jährige Hormonbehandlung komme ich eh nicht drum herum.
– und natürlich darf ein Selbstkostenanteil von EUR 300,- nicht fehlen. Aber als der Arzt mit dem „Es würden Kosten auf Sie zukommen“-Gespräch startete, habe ich mehr erwartet. Geht also.

es bleibt spannend

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Überwältigt..

von so viel ehrlicher Anteilnahme und Zuspruch!
Damit umzugehen, dass es jetzt in erster Linie um mich geht muss ich noch lernen,
aber der vorerst letzte Arbeitstag heute war schonmal ein guter Start (ja, klingt etwas unlogisch).

Ihr habt mir quasi eingeprügelt, dass ich jetzt mal eine Zeit an mich denken muss.

Wird mir nicht leicht fallen, aber mit einer Nerfgun bewaffnet, einem Buch in der einen, einem kleinen Schutzengel in der anderen Hand und das ganze bei mega LED-Beleuchtung kann ich dann mein eigenes Konfetti herstellen *g*.
Hier kommt keiner mehr mit? Muss auch nicht 🙂 Die netten Kollegen, die mich heute mit entsprechenden Geschenken in die „schnell-gesund-werden-Zeit“ geschickt haben, wissen was ich meine 🙂

Danke für jedes ehrliche Wort und jede ehrliche Umarmung von Euch! Das hilft und stärkt.

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Die erste Vorbesprechung

nun geht es Schlag auf Schlag.
Ursprünglich war der Termin im Krankenhaus für morgen früh um 10:00 Uhr angesetzt, konnte aber kurzfristig schon heute um 14:00 Uhr stattfinden.

Netter Arzt…noch netter, weil er mir gesagt hat, dass es evtl. eine Möglichkeit gibt die Chemo zu umgehen (innerlich freue ich mich schon total und ermahne mich direkt, das „evtl.“ nicht außer acht zu lassen).
Wird sich alles herausstellen. Fakt ist: Montag geht es los und ich muss eine Entscheidung fällen:

1. sofortige brusterhaltene OP mit anschließender Chemo
2. eine 3-wöchige Hormontherapie (Beteiligung an einer Studie), anschließender OP mit der Chance (sollte sie wie gewünscht verlaufen), die Chemo nicht machen zu müssen

Tendenz zu 2, sofern ich nach Lesen der Unterlagen keine Bedenken habe.

Morgen noch die restlichen Themen an die weltbesten (ihr könntet ja mitlesen ;-)) Kollegen übergeben. Dann habe ich den Kopf frei (zumindest nehme ich es mir vor), kann mich um mich kümmern (wie das wohl geht) und mich mit dem kleinen, miesen Teil auseinander setzen.

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Diagnose

Da habe ich es nun schwarz auf weiß…Auch wenn ich nicht wirklich noch mit einer positiven (in diesem Fall negativen?) Nachricht gerechnet habe, stirbt die Hoffnung doch immer zuletzt und nun habe ich den Befund hier auf dem Sofa liegen.

Brustkrebs… kein wenn und aber… kein böser Traum…

Ich war relativ gefasst, als wir (ja meine bessere Hälfte hat mich begleitet *schmatz*) in der Röntgenpraxis das Ergebnis vom Arzt mitgeteilt bekommen haben. Ich habe damit ja auch irgendwie gerechnet. Dann von da aus direkt zum Frauenarzt um die Überweisung für das Krankenhaus zu holen. Dort angekommen, kommen wir auch sehr schnell ins Sprechzimmer. Und dann hat mein Arzt eine Träne im Auge als er mit uns spricht…. na super… ich versuche die Fassung zu bewahren… die bessere Hälfte kramt schon mit nem Taschentuch am Auge herum… ich mach mit… Mist.

MIST!

Vorsprechtermin im Krankenhaus steht schon diesen Freitag an.

Nun geht der Kampf los… ich trete Dir in den Arsch Du kleines (2,8x 2,0 x 2,4cm) mieses Stück Karzinom!

Krebs-01

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Kopfgedöns

Ob ich mir Gedanken mache? Ich?? Ach…pff..wird ja schließlich alles gut….

Nur so ein paar Kleinigkeiten kreisen im Schädel:
– Was für eine Art ist es?
– Wie lange ist der schon da?
– Wie viel muss herausoperiert werden?
– Muss die komplette Brust abgenommen werden?
– Wie geht es dann weiter?
– Patientenverfügung?
– Ob ich ne Chemo machen muss?
– Wie sehe ich wohl ohne Haare aus?
– Wie ich mich wohl nach der OP fühle?
– Was kann ich dann noch für Sport machen?
– Kann ich noch arbeiten?
– Testament?
– Wann bekomme ich denn nun den Anruf mit den Ergenissen?
– Ändert das Wissen über die Art der Einnistung meine Einstellung?
– Was weiß ich überhaupt über Krebs?
– Weiß ich schon genug?
– Werde ich gut beraten?
– Glaube ich alles, was mir die Ärzte sagen oder hole ich mir immer eine 2. Meinung?
– Habe ich eine Versicherung, die mir hilft?
– Wann muss ich was wo anmelden?
– Wie reagiert die Family?
– Wie sage ich es ihnen? Einzeln oder auf einen Schlag?
– Wie gehe ich damit um?
– Wie gehe ich womit um?
– Wie gehen andere damit um?

Kann mal jemand den Ausschalter finden und mich auf Standby stellen?

Und ich hätte dann jetzt gern die Diagnose!

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