tonnenschwere Knochen

bevor ich wieder angemotzt werde, dass ich keine neuen Beiträge schreibe, hier mal ein kurzer Zwischenstand 🙂

Nach der letzten Chemo hat sich der übliche chemische Geschmack wieder eingestellt, der mich dann ca. 3-4 Tage begleitet. Die leichte Taubheit in den Fingerkuppen ist fast nicht vorhanden, sodass ich hier nicht einmal von Nebenwirkungen sprechen würde.

Allerdings wird die Schlappheit spürbarer. Ich hatte es ja schon in einigen Beiträgen erwähnt, führe es aber jetzt gern mal etwas näher aus. Jetzt gerade zum Beispiel sitze ich (mal wieder) auf der Couch und habe das Gefühl, dass meine Knochen durch die Muskeln (sofern noch vorhanden) und Haut in den Boden sinken wollen. Obwohl die Beine auf der Couch liegen fühlen sie sich tonnenschwer an, begleitet von einem unangenehmen Druck. Auf der einen Seite will ich dann nicht aufstehen, weil allein die Vorstellung sich zu bewegen schon anstrengend ist und auf der anderen Seite will ich auch nicht einfach nichts tun.

An dieser Stelle muss ich mal sagen: Es ist eine absolute Frechheit, dass mein Körper einfach das Sagen übernommen hat und ich mich nicht wirklich wehren kann!
Teilweise sind diese tonnenschweren Knochen auch in den Armen vertreten… und dann versucht mal mit Blei-Armen Wäsche aufzuhängen… drei Teile und ich muss mich total zusammenreißen den Rest auch noch aufzuhängen… Wasser einschenken kann auch total anstrengend sein… oder im Topf zu rühren… hört sich total lächerlich an, aber wenn der Körper nicht mehr so mitspielt, wie man es gewöhnt ist und die kleinsten Dinge total anstrengend werden macht man sich bewusst, was da im Körper an Remmidemmi los sein muss.

Normalerweise gönne ich meinem Körper nicht allzu viele Pausen und es ist nicht so leicht, diesen Zustand zu akzeptieren, aber die Vernunft siegt dann tatsächlich…für heute…morgen muss ich mal gucken, ob meine Beine ein leichtes Joggen zulassen 😉

ABER: Es gibt schlimmeres. Das ist alles noch im grünen Bereich, auch wenn es mich natürlich ETWAS nervt.

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